Document VG-Environment project philosophy
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# VG-Environment – Wesen und Kern des Projekts
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VG-Environment ist kein GVL-Explorer.
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VG-Environment ist kein Dashboard.
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VG-Environment ist keine Analyse-Engine.
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VG-Environment ist ein lokales, evidenzorientiertes Rekonstruktionswerkzeug zur Untersuchung der technisch beobachtbaren Wirkungen von Consent-Entscheidungen.
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Die zentrale Frage des Projekts lautet:
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> Was ist tatsächlich geschehen, nachdem ich dieser konkreten Entscheidung zugestimmt habe?
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Zur Beantwortung dieser Frage trennt VG-Environment bewusst drei unterschiedliche Wirklichkeitsebenen.
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## 1. Die Provider-Erzählung
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Ein CMP präsentiert dem Nutzer eine Erklärung.
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Der Nutzer trifft eine Entscheidung.
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Aus dieser Entscheidung entsteht ein tcString.
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Der tcString dokumentiert nicht die technische Realität. Er dokumentiert die Behauptung des Systems darüber, welche Zustimmungen, Ablehnungen und Berechtigungen vorliegen sollen.
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Er ist die digitale Selbstbeschreibung des Consent-Vorgangs.
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VG-Environment behandelt diese Beschreibung als Evidenzobjekt – nicht als Wahrheit.
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## 2. Die technische Realität
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Unabhängig von jeder Erklärung werden technische Folgehandlungen beobachtet.
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Requests finden statt oder finden nicht statt.
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Empfänger werden kontaktiert oder werden nicht kontaktiert.
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Parameter werden übertragen oder werden nicht übertragen.
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Diese Beobachtungen stellen die stärkste Form der Primärevidence des Projekts dar.
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Sie benötigen keine GVL und keine Interpretation, um zu existieren.
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Sie sind die dokumentierte technische Realität.
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## 3. Das Regelwerk
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Die GVL beschreibt nicht die technische Realität.
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Sie erklärt auch nicht die Requests.
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Sie beschreibt vielmehr, wie die Behauptungen des Providers innerhalb des TCF-Regelwerks einzuordnen gewesen wären.
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Sie beantwortet Fragen wie:
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- Welche Zwecke hatte ein Vendor angegeben?
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- Welche Eigenschaften waren einem Vendor zugeordnet?
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- Welche Beziehungen waren innerhalb des Regelwerks vorgesehen?
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Die GVL ist daher Referenz- und Analysematerial.
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Sie ist ein historisches Wörterbuch zur Bewertung der Provider-Erzählung.
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Sie ist nicht Bestandteil des beobachteten Vorgangs selbst.
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## Die eigentliche Rekonstruktion
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VG-Environment bringt diese drei Ebenen nicht durcheinander.
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Es hält sie bewusst getrennt.
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Erst aus ihrer Gegenüberstellung entstehen die entscheidenden Fragen:
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- Was wurde behauptet?
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- Was ist tatsächlich geschehen?
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- Entspricht die Behauptung dem eigenen Regelwerk?
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Die Antworten darauf entstehen nicht durch versteckte Bewertungen, sondern durch nachvollziehbare, auditierbare Evidence-Ketten.
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## Das Leitprinzip
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VG-Environment entscheidet nicht, was richtig oder falsch ist.
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VG-Environment dokumentiert.
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Es rekonstruiert.
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Es macht technische Realität sichtbar.
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Es zeigt Herkunft, Zusammenhänge und Widersprüche transparent auf.
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Die Bewertung bleibt dem Nutzer, Forschenden, Journalisten, Aufsichtsbehörden oder Gerichten überlassen.
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## Der Kern des Projekts
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> VG-Environment ist ein Werkzeug zur Rekonstruktion technischer Realität im Spannungsfeld zwischen Provider-Erzählung, beobachtbarer Handlung und Regelwerk.
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Oder kürzer:
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> Es zeigt nicht, was hätte geschehen sollen.
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> Es zeigt, was behauptet wurde, was tatsächlich geschah und auf welcher Grundlage beides beurteilt werden kann.
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